Etappe 4 „La Piantata“ – Arezzo

In der Toskana

Auch wenn das umher reisen im Urlaub für uns fantastisch ist, da es gefühlt die Zeit verlängert und immer wieder neue Eindrücke schafft ist es dennoch schwer manche Orte zu verlassen.

Von La Piantata fort zu fahren gehört für uns dazu.
Der Duft der Lavendelfelder fehlt uns schon ab dem Moment als wir die knirschende Schotterstraße hinunter, durch das große Tor Richtung Toskana aufbrechen.

Aber wir freuen uns auf unsere nächste Etappe die erst einmal Orvieto ist.

An dieser Stadt führte uns schon oft unser Weg vorbei und heute endlich auch einmal hinein. Palazzi aus Renaissance und Mittelalter, unzählige Kirchen und der Pozzo di San Patrizio, ein 62 m tiefer durch doppelt gewundene Treppen begehbarer Brunnen, zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt.

Wir nutzen die kurze Zeit um mit der endlos erscheinenden Rolltreppe hinauf in die Stadt und tief nach unten zum Brunnen hinunter zu gehen.

Ein besonderes Erlebnis, stellt man sich vor dass dieser Weg in früheren Zeiten von Menschen und Maultieren genutzt wurde um Trinkwasser aus den Tiefen heraus in die Stadt zu holen.

Wir kosteten natürlich auch noch den bekannten Wein aus Orvieto bevor es weiter ging…

Die Landschaft veränderte sich sichtbar und entlang der Autostrada del Sole entdeckten wir mehr und mehr „klassisch toskanische“ Landschaften.
Zypressenalleen und Pinien soweit das Auge reicht. Und dann liegt auch schon Arezzo vor uns.

Civita di Bagnoregio

Civita di Bagnoregio , so heißt der kleine separat gelegene Ort zu Bagnoregio gehörend den wir heute besuchten. Schon bei unseren ersten Besuch auf La Piantata vor 2 Jahren wurde uns dringend empfohlen dieses besondere Städtchen auf einem Hügel liegend zu besuchen. Virginia erzählte uns dass bereits der Weg dorthin, über eine lange Brücke hoch über dem Tal, die zahlreichen Olivenbäume welche den Tuffhügel einrahmen, einfach atemberaubend sei.

Und sie hat nicht übertrieben. Alles an Civita di Bagnoregio ist besonders, nicht umsonst war dieser Ort in der Vergangenheit Kulisse für verschiedene Filmproduktionen, der Weg dorthin beim ersten Mal vielleicht etwas anstrengend, führt einen Schritt für Schritt den Hügel hinauf. Es ist einfach unvorstellbar wie es möglich war an diesem komplett abgeschottetem Ort die Stadt auf dem Hügel zu erbauen, sollen doch bereits die Etrusker hier um 5 Jahrhundert vor Chr. gesiedelt haben.

Das kleine Städtchen begrüßt seine Besucher mit einem großen Torbogen der dann den Blick auf die ersten Häuser frei gibt. Vor jedem Haus stehen Hortensien und andere üppig blühende Pflanzen, in jeder kleinen Gasse entdeckt man versteckte Besonderheiten. Das Kellergewölbe mit Geräten aus vergangenen Zeiten ist nur eine davon.

Ohne Probleme konnten wir hier mehrere Stunden verweilen, leider schien ab ca. 18Uhr der Ort wie ausgestorben und der Hunger trieb uns dann wieder fort. Aber eines ist sicher, wie kommen wieder!

Etappe 3 Venedig – „La Piantata“


Tagaktuelle Blogeinträge zu verfassen fällt uns bei unseren ersten Versuchen mit dem neuen Blog noch sichtlich schwer.
Gerade wenn Tage nervenaufreibend beginnen und man nach 500km Fahrt von Venedig in die Provinz Viterbo doch sehr erschöpft ist.

Was war geschehen?
Hatten wir noch vor ein paar Tagen als wir in Venedig ankamen die Devise „Trust me“ beim Parken unseres Wagens akzeptieren müssen, engagierte Blogleser wissen wovon ich spreche, ander klicken hier. 
sollte sich herausstellen das wir zurecht Zweifel hatten.
Am Parkplatz angekommen drückte man mir den vermeintlich richtigen Schlüssel in die Hand, aber ich lehnte beim Erkennen der Marke dankend ab.
Es sollte gute 30 Minuten dauern bis die Angestellten mein Auto gefunden und freigeparkt hatten.
Zum Glück blieben uns Parkschäden und sonstige Überraschungen erspart.
Nun konnten wir Richtung „La Piantata“ aufbrechen, ein Agriturismo in der Provinz Viterbo.
Wir freuten uns während der gesamten Fahrt bereits auf den Duft von Lavendel, den Blick auf die Olivenhaine und Baumhäuser und natürlich auch auf die köstlichsten Marmeladen der Welt welche es hier zum Frühstück gibt.
Wie jedes Jahr begrüßten uns Lorenzo, Cinzia und Virginia und alles war genauso so wie es sein sollte. Die Sonne stand über dem Lavendel, die Bienen summten und überall dieser Duft von Lavendel. Traumhaft! Nachdem wir uns kurz im Pool erfrischt hatten, streiften wir durch die Lavendelfelder…